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3 Games, die mich aus der Gaming-Flaute holten

Von Yūto | 20. November 2025

Ich hatte eine ganze Weile lang eine Gaming Flaute. Mehrere Games erschienen, ich habe mich sofort draufgestürzt, aber wirklich lange habe ich diese Spiele nie gespielt. Ich frage mich, ob dies vielleicht auch daran lag, dass wir mit zu vielen Games beworfen werden? Teilweise erscheinen am selben Tag mehrere Games, die einen eventuell interessieren. Hin und wieder waren natürlich auch Spiele dazwischen, die ich dann auch durchgezogen habe, aber dies waren eher Ausnahmen. Letztendlich war es so, dass ich viele Spiele gekauft, aber nur wenige Stunden gezockt habe. Was natürlich einfach sehr schade ist, weil ich dadurch die Lust auf wirklich viele tolle Games verloren habe. Nach wenigen Stunden lagen diese nur noch in der Ecke, irgendwie ist die Lust da, aber irgendwie auch nicht und dann kommt irgendwann der Punkt, wo die Lust davon fliegt.

Meine Leidenschaft zu Games wurde neu entfacht

So ging es mir zumindest bis zum September diesen Jahres. Wobei der Release von Assassins Creed Shadows auch schon sehr viel Freude bereitet hat und ich einige Stunden in das Game investiert habe. Allerdings habe ich auch dieses Spiel bisher nicht durchgespielt. Shadows steht allerdings auf meiner Liste und wird bald erneut angegangen.

Wo war ich stehen geblieben? Ach ja! Die Flaute hielt bis September diesen Jahres an, doch ein Spiel hat es geschafft, meine volle Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Seit Monaten hatte ich nicht mehr so viel Spaß, wie mit Trails in the Sky 1st Chapter.

Ich liebe JRPGs und im Grunde habe ich mich seit der Ankündigung auf das Spiel gefreut, allerdings dann doch aus den Augen verloren. Vor allem: Bis kurz vor dem Release hatte ich dann doch gar keine Lust auf das Game, dank der Demo (die einige Stunden Spielzeit mit sich bringt), habe ich mich letztendlich doch für das Spiel entschieden. Kurz gesagt, es war die beste Entscheidung die ich in diesem Zusammenhang hätte treffen können.

Trails in the Sky 1st Chapter

Trails in the Sky 1st Chapter ist das erste Game, nach einer halben Ewigkeit, welches meine Gaming Flaute komplett durchbrochen hat. Assassins Creed Shadows ignorieren wir an dieser Stelle, weil ich es letztendlich nicht durchgespielt habe, auch wenn ich sehr viel Spaß mit dem Game hatte.

Trails hat mir gezeigt, wie schön es ist in eine unbekannte Welt einzutauchen, diese zu erkunden, die Charaktere kennenzulernen, Zeit mit diesen zu verbringen, das gepaart mit einer wirklich schönen und interessanten Story und stellenweise auch witzigen Momenten.
Obendrauf kam dann noch das Gameplay bzw. Kampfsystem welches mir Freude bereitet hat.

Screenshot aus dem Game: Trails in the Sky 1st Chapter. Estelle hat einen Stiefel geangelt und sagt daraufhin: "Ugh ... Wie unoriginell ..."

Ein Spiel, in das ich komplett versunken bin, welches mich von Beginn an in seinen Bann gezogen hat. Ein Gefühl, welches ich schon seit langem nicht mehr hatte und auf jeden Fall sehr genossen habe. Nach dem ich das Spiel beendet hatte, hatte ich auch dieses Gefühl der Leere, wo ich einfach nicht direkt was neues anfangen konnte, weil ich mich weiterhin mit dem Game beschäftigt habe. Ein Zeichen, dass das Game einem wirklich gut gefallen hat.

An dieser Stelle muss ich einmal erwähnen, wie sehr ich mich auf das Remake zum zweiten Teil freue! Das wird fantastisch.

Ghost of Yōtei

Ghost of Yōtei erschien nur wenige Wochen später für die PlayStation 5 und eigentlich hatte ich es komplett von meiner Liste gestrichen. Mein Plan war es, auf den Release der PC Version zu warten. Da dies allerdings nicht absehbar ist, wann diese Version erscheinen wird und ich nach und nach immer mehr Lust auf das Spiel bekam – besonders wegen dem Setting, habe ich doch nach der PS5 Version gegriffen.
Und so viel sei gesagt, es war keine Fehlentscheidung.

Die Entscheidung war sogar so gut, dass ich mich nun auf einen zweiten Run auf dem PC freue.

Mit Ghost of Yotei erschien der zweite Teil dieser Reihe und fairerweise muss ich sagen das ich den ersten Teil auch nie durchgespielt habe. Da sind wir dann auch wieder beim Thema, welches mit seit etlichen Jahren begleitet. Games zu beenden, obwohl diese mir gefallen, fällt mir einfach schwer. Das Interesse schwindet schnell, obwohl die Motivation einen Tag zu vor noch riesig war. Anders war es zum Glück bei diesem Spiel.

Ghost of Yotei schaut auf dem ersten Blick eher wie ein DLC aus. Auf dem ersten Blick scheint es kaum Veränderungen zu geben. Die Welt ist ähnlich zu der von Ghost of Tsushima aufgebaut. So richtig große Städte, wie wir es zum Beispiel aus Assassins Creed Shadows kennen, gibt es hier nicht. Hier finden Spieler:innen mehr kleinere Lager, Herberge oder eventuell noch kleinere Dörfer. Technisch scheint sich auch nicht viel verändert zu haben.
Dies waren meine ersten Eindrücke, weswegen ich auch erst gezögert habe und mir den Titel letztendlich für den PC aufsparen wollte.

Schließlich wurde ich eines besseren belehrt. Ja, dass Grundgerüst ist ähnlich zum ersten Teil, aber die Welt unterscheidet sich beim genaueren Betrachten doch deutlich von dem, was wir aus dem ersten Teil kennen. Hinzu kommt das Kampfsystem, welches sinnvoll erweitert wurde und noch dynamischer und komplexer ist. Ich liebe es einfach durch die verschiedenen Waffen hin und her zu wechseln und damit meine Gegner auszuschalten.

Screenshot aus dem PlayStation 5 Game: Ghost of Yotei. Die Protagonistin steht mitten auf einer Wiese, die Sonne strahlt sie an und lässt die Umrisse leicht verblassen.

Die Welt ist einfach wunderschön, die Grafik ist nicht auf Realismus ausgelegt und genau dies ist die Stärke des Spiels. Die Welt wirkt künstlerisch, als hätten die Entwickler:innen das Spiel aus mehreren Gemälden zusammengefügt. Egal wo ich mich gerade im Spiel befand, ich hätte in jeder Situation den Fotomodus aktivieren und ein wunderschönes Bild erstellen können.
Aber das ist noch nicht alles! Die Welt sieht nicht nur malerisch schön aus, sie bietet auch viele Geheimnisse die es zu lüften gilt. Anders, als bei anderen open World Games, haben wir hier keine Map, die voll mit Fragezeichen ist. Hier geht es viel mehr darum der Welt zuzuhören und genau hinzusehen. In der Ferne steigt Rauch auf, Wolfshöhlen, Vögel oder Füchse die dir was zeigen wollen.

Es war eine wundervolle Reise. Vor allem nach dem schönen Spiel „Trails in the Sky 1st Chapter“ ein weiteres Game zu zocken, welches einen so in den Bann zieht, dass es schwer fällt loszulassen, ist wirklich toll.

Pokémon Legenden Z-A

Wenig Zeit später war es dann auch schon so weit: Pokémon Legenden Z-A erschien für die Nintendo Switch und die Nintendo Switch 2. Ein Spiel, auf das ich mich seit Ankündigung freue, was letztendlich kein Wunder ist.

Ich bin seit der ersten Generation riesiger Pokémon Fan. Habe fast jede Edition mehrmals gezockt und freue mich heute genau so sehr wie früher, wenn ein neuer Titel angekündigt wird. Pokémon Legenden Z-A ist zudem der zweite Teil der Legenden Reihe, welche einen etwas anderen Weg geht, als die Hauptteile.

In Pokémon Legenden geht es vielmehr ums Fangen und das Forschen. Wir haben hier keine Arenen oder eine Liga, um der Champ zu werden. Dafür haben wir eine mysteriöse Macht, die noch relativ wenig erforscht wurde und einige Geheimnisse mit sich bringt. Vor allem wilde Pokémon, die umher wüten und gefährlich für Menschen, sich und für andere Pokémon werden können.

Grundsätzlich ist das Gameplay aber ähnlich zudem, was wir schon seit Jahren kennen. Wir haben ein Team, bestehend aus sechs Pokémon, fangen allerlei Monster, trainieren diese, bestreiten Kämpfe gegen andere Trainer und haben einfach eine richtig gute Zeit.

Anders als beim Vorgänger haben wir dieses Mal eine open World und keine einzelne Bereiche die voneinander getrennt sind. Allerdings ist diese relativ überschaubar. Wir benötigen hier keine Stunden um einmal über die ganze Map zu laufen. Letztendlich ist das aber auch vollkommen ausreichend. Mit Z-A haben die Entwickler:innen das alte Konzept genommen und mit einigen Sachen erweitert.

Vor allem das Kampfsystem macht unglaublich viel Laune. Es ist kein Rundenbasiertes-System mehr. Es wirkt nun viel dynamischer und stellenweise etwas chaotischer, bietet aber auch andere Möglichkeiten taktisch an die Kämpfe ran zu gehen. Aber ich möchte gar nicht zu sehr auf das Gameplay eingehen, soll letztendlich keine Rezension werden.

Screenshot aus dem Game: Pokémon Legenden Z-A. Jemand hält sich mit letzter Kraft irgendwo fest und sagt: "Du willst nicht wissen, wie verspannt meine Muskeln wegen dir sind ..."

Für mich ist es nach wie vor schön, in eine neue oder alte Pokémon Welt einzutauchen. Mit Pokémon Legenden Z-A bekommen wir zum einen eine alte Welt, die aber wie eine neue wirkt. Es macht Spaß Illumina City zu erkunden, mit seinem Team unsicher zu machen, die Geschichte hinter der Stadt nach und nach zu erfahren und neue Charaktere kennenzulernen, die alle wirklich sehr sympathisch sind. Selbst die Story war wirklich mitreißend, emotional und stellenweise witzig. Es hat einfach Spaß gemacht sich in den Bann ziehen zu lassen.

Videospiele sind einfach ein Rückzugsort für mich

Für mich war dieses Jahr nicht ganz so einfach. Stellenweise sehr emotional und da hat es mir vor allem in den letzten Monaten sehr geholfen, Rückzugsorte mit den genannten Games gefunden zu haben.

Dieses Gefühl in eine Welt gezogen zu werden, nicht mehr aufhören zu kennen an diese zu denken und einfach alles um sich herum abschalten zu können – es ist unbeschreiblich. Vor allem finde ich, dass wir alle manchmal genau sowas benötigen. Ab und an in andere Welten einzutauchen, um seine Gedanken zu beruhigen und der Realität für einen klitzekleinen Moment zu entkommen.

Ich für meinen Teil bin unglaublich glücklich das ich den Spaß an Videospielen für mich erneut entdeckt habe, ich vor allem durch diese drei Games gelernt habe, sich Zeit für Spiele zu nehmen oder allgemein sich Zeit für Sachen zu nehmen, die einem gut tuen.

Bei mir war es immer so, dass ich mehrere Games gleichzeitig angefangen in meiner Bibliothek hatte. Grundsätzlich ist das wirklich cool, mehrere Auswahlmöglichkeiten zu haben, auf der anderen Seite kann dies aber auch sehr stressen und dazu führen, dass wir gar nicht mehr wissen was wir nun zocken wollen. Ich für meinen Teil habe mir vorgenommen, dass ich mich in Zukunft immer nur auf ein einziges Games konzentrieren möchte, anstatt mehrere gleichzeitig spielen zu wollen. Es ist einfach viel schöner, sich für ein Spiel die Zeit zu nehmen, als beim Zocken direkt schon an die nächsten zwei oder drei Videospiele zu denken.

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Über Yūto

Hey, ich bin Yūto und der Gründer von Kotoniwa. 2008 fing ich an meine ersten Blogs / Websites zu erstellen und seitdem hat mich die Leidenschaft gepackt. Ich schreibe hier über all das, was ich liebe: Bücher, Games, Anime, Manga und alles was sich irgendwie dazwischen befindet.

Ein "harmonischer" Gedanke zu “3 Games, die mich aus der Gaming-Flaute holten

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